wieviel Schlaf ist normal für den Hund?

Die Tatsache direkt zu Beginn: der Hund verschläft im Durchschnitt 70% des Tages! (wenn er denn darf!)
Da der Hund viele seiner Sinne gleichzeitig und sehr intensiv einsetzt (währenddem wir uns auf das Erinnerungsvermögen unseres Verstandes stützen), und stets im Hier und Jetzt seine Präsenz gefordert sieht, braucht er Regenerationsphasen, welche er kennt und welche der Körper auch einfach so einfordert. (auch hier, im Gegensatz zu uns, die wir die Balance von Tun und Sein nicht mehr kennen).
Beim Hund ist es abhängig vom Alter, seinem Aktivitätsgrad, des Futters und der klimatischen Faktoren, wieviel er schläft. Für den Hund ist es wichtig, dass er ausreichend Ruhezeiten einhält. Denn nur dann kann er sich regenerieren und neue Kraft sammeln. 

Begriffe wie “hundemüde sein” kommen nicht von ungefähr. Denn während Menschen mit etwa sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht auskommen, ist der Bedarf an Schlaf und Ruhepausen bei Hunden deutlich höher. Je nach Alter des Tieres kann er durchaus bei 22 Stunden am Tag liegen. Erwachsene Hunde brauchen ungefähr 17 bis 20 Stunden am Tag. Welpen sowie alte oder kranke Hunde benötigen sogar 20 bis 22 Stunden Ruhe und Schlaf täglich, wobei alle Ruhephasen einbezogen werden:

  • Dösen
  • Ausruhen
  • Tiefschlaf

Häufig sieht es nur so aus, als ob der Hund schlafen würde. Er liegt zwar ruhig da und auch seine Augen sind geschlossen. In Wahrheit döst er jedoch nur vor sich hin. Was in seiner Umgebung geschieht, hat er dabei mit Ohren und Nase sehr genau im Blick. Ob Sie nun an ihm vorbeilaufen oder gar vorhaben das Haus zu verlassen. Ihr Hund bekommt das sehr genau mit und wird sofort aufspringen, falls er befürchtet, etwas verpassen zu können.

Nicht immer sind die Augen des Hundes beim Ausruhen geschlossen. Manchmal liegt er auch einfach nur da und entspannt sich, was ein wichtiger Teil seiner Regeneration ist. Bitte nicht stören!

Natürlich dösen Hunde nicht nur vor sich hin. Wie wir Menschen, benötigen auch sie richtigen Schlaf. Während diesem kann sich ihr Körper regenerieren und sie verarbeiten das Erlebte des Tages. Ob der Hund einen ruhigen Schlaf hat, hängt auch davon ab, ob sein Tag anstrengend oder vielleicht besonders aufregend war. Von seinen Ruhepausen insgesamt macht richtiger Schlaf jedoch nur ungefähr 20 Prozent der Zeit aus.

Möglicherweise kommen dem einen oder anderen mit Blick auf die Ruhezeiten des Hundes Zweifel an den genannten Zahlen. Das liegt allerdings nicht daran, dass Ihr Vierbeiner die Ausnahme dieser Regel darstellt. Vielmehr ist es so, dass manche Hunde nicht gelernt haben, sich von selbst die Ruhe zu nehmen, die der Körper braucht. Denn auch wenn Hunde durchaus spüren, dass sie müde sind, haben wir sie über die Jahrhunderte so trainiert, dass sie uns stets zur Verfügung stehen. Dadurch ist Ihr Hund sehr stark auf Sie fixiert und hat Angst, er könne möglicherweise etwas Wichtiges verpassen. Dementsprechend kommen Schlafen und Ausruhen häufig zu kurz.

Zu wenig Schlaf ist ein Problem, dass ernst genommen werden sollte. Denn genau wie bei uns Menschen, führt Schlafmangel beim Vierbeiner über kurz oder lang zu gravierenden Problemen mit der Gesundheit. Untersuchungen haben gezeigt, dass Hunde, die nicht genug schlafen, verschiedene Phasen durchlaufen.

  1. Zunächst wird Ihr Hund einen stark überdrehten Eindruck machen.
  2. Dann beginnen die Konzentration sowie seine motorischen Fähigkeiten zu leiden.
  3. Bei fortschreitendem Schlafmangel wird er zunehmend nervös und reizbar.
  4. Schließlich steigt seine Anfälligkeit für Krankheiten und er wird häufig aggressiv.
  5. Unternehmen Sie weiterhin nichts gegen seinen Schlafmangel, kommt es zu schweren, oft chronischen, Erkrankungen.

Je nach Rasse unterscheidet sich die Dauer der jeweiligen Phasen. Um gesundheitliche Folgen zu vermeiden, sollte es nicht so weit kommen, dass der Hund sie alle durchlebt.

Gerade Welpen müssen lernen, wann es Zeit zum Schlafen ist. Man darf den Hund in seinem Verhalten bestätigen, wenn er sich von selbst auf seinen Schlafplatz zurückzieht. Vermeiden Sie es, ihn durch zu viel Lärm zu stören oder gar durch Beschäftigungsversuche vom Schlafen abzuhalten. Ein gleichbleibender Rhythmus ist für Mensch und Hund ideal, indem der Hund an bestimmte Zeiten zum Spielen, Fressen und Ausruhen gewöhnt wird, erhält er auch Sicherheit.

Es ist kaum möglich, einen idealen Schlafplatz für alle Hunde zu nennen. Denn hierbei spielen sowohl die Vorlieben des Vierbeiners als auch Ihre eigenen Vorstellungen eine Rolle. Einige Kriterien sollte der Schlafplatz allerdings in jedem Fall erfüllen.
Sorgen Sie dafür, dass der Schlafplatz Ihrem Hund ausreichend Ruhe bietet.
Ihr Hunde möchte alles überblicken können und gleichzeitig als Schutz mit dem Rücken zur Wand liegen.
Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Schlafplatz vor Sonne und Zugluft geschützt ist und sich nicht direkt neben der Heizung befindet.
Zudem sollte er ausreichend Platz bieten, damit sich Ihr Hund auch strecken kann.

Es kann immer wieder vorkommen, dass der Hund im Schlaf zu zucken beginnt oder merkwürdige Geräusche von sich gibt. Das ist nicht ungewöhnlich und vollkommen harmlos. Denn wir Menschen sind nicht die einzigen, die nachts etwas träumen. Auch Hunde verarbeiten beim Schlafen, was sie den Tag über erlebt haben. Besonders bei jungen und älteren Hunden machen sich die Träume dann des öfteren auch durch Zuckungen der Gliedmaßen bemerkbar. In diesem Fall darf der Hund in Ruhe weiter schlafen.

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