wie ich meinen morgendlichen Druck vor dem Berg an Aufgaben des Tages loswurde

Meine TCM-Freundin erzählte mir, dass sie sich auf den Weg des Künstlers mache…

Ich war ganz Ohr und erfuhr, dass Julia Cameron ein Buch geschrieben hatte, eine Anleitung für 12 Wochen Kreativtraining… Sowas weckt immer meine Aufmerksamkeit und so bestellte ich mir dieses Buch und setzte mich Tag für Tag damit auseinander. Ganz schön zeitaufwendig war das Ganze. Ich muss nun nicht über jeden Schritt berichten. Interessierte holen sich das Buch selber, aber was mich umhaute waren diese „Morgenseiten“.

Julia Cameron ist nicht zimperlich. Sie fragt in ihrem Buch nicht nach, ob man auf ihre Vorschläge eingehen will, es gibt einfach keine Diskussion. Punkt. Fertig! Das gefällt mir. Jeden Morgen setzte ich mich also hin uns schrieb auf 3 Seiten (das Minimum, das Julia akzeptiert), was mir gerade durch den Kopf schoss.

Mein Unterbewusstsein ist in der Sekunde zu 100% aktiv, in der ich am Morgen die Augen aufschlage und in der 2. Sekunde sehe ich all die Aufgaben vor mir, die ich zu erledigen habe oder die ich einfach erledigen möchte. Da gehört zum Beispiel auch mein geliebtes Stricken, etwas zu lesen, das Kochen, Blogartikel schreiben, spazieren gehen, jemanden besuchen, dazu. In der 3. Sekunde merke ich, wie viel ich heute vorhabe und frage mich bang, ob ich das alles schaffe und von diesem Augenblick an, versuche ich gegen die Zeit und den Berg von Aufgaben zu arbeiten… Ich weiss, das ist ungesund, aber der innere Antrieb überrollte meine inneren Beruhigungsversuche einfach.

So notierte ich also jeden Morgen, neben den Träumen und anderen aktuellen Themen, wie sich das anfühlt, bereits bei Tagesanbruch vor einem Berg an Dingen zu stehen, die ich eigentlich gern mache, die jedoch fast unüberwindbar scheinen, weil sie so zahlreich sind.

…und siehe da, der Druck löste sich mit jedem Wort, welches ich zu Papier brachte. Ich wusste, all das ist meine Wahl und wenn ich Schritt für Schritt vorangehe, funktioniert alles wunderbar. Erst mit dieser Möglichkeit, konnte ich den Unterschied so deutlich spüren, wenn man um 5.30h am Morgen schon vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht und wie angenehm es ist, einfach aus dem Wald zu treten und in die Weite zu blicken, indem die Worte, Gedanken und Gefühle in einem schönen Büchlein ihren Platz finden.

Weder die morgendlichen Meditationen noch meine Qi-Gong-Übungen konnten MIR gegen den selbstgemachten Druck so helfen, wie diese „Morgenseiten“.

Man lernt nie aus, das finde ich immer wieder herrlich, bestätigt zu bekommen!

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