…und wenn es schon um den Mund geht! Die Zungenreinigung…

Ja, tatsächlich ist die TCM kein Fan der Zungenreinigung, weil die Zunge als wichtiges Diagnose-instrument zum Einsatz kommt. Der Zungenbelag, der Zungenkörper, die Beweglichkeit der Zunge und ihre Grösse geben wichtige Indizien zur Konstitution eines Menschen und der TCM-Arzt sowie die TCM-Ernährungsberaterin entnehmen diesen wertvolle Informationen! Wer den Zungenbelag abputzt, verfälscht das Bild, das der Körper projiziert. Im Ayurveda wird zur Erkennung von Krankheiten ebenfalls die Zungendiagnose vorgenommen. Hierbei wird auf besondere Punkte, Verfärbungen und Auffälligkeiten geschaut. Diese können viel besser erkannt werden, wenn die Zunge sauber ist. In diesen Punkten scheiden sich die chinesischen von den indischen Geistern. Wer in eine TCM-Behandlung möchte, tut vielleicht besser dran, die Zunge nicht zu reinigen und wer die vedische Lebensform für sich entdeckt, möge das Morgenritual des Zungenreinigens pflegen…

Das ayurvedische Morgenritual ist nicht für jeden: Der ayurvedische Morgen beginnt idealerweise noch vor dem Sonnenaufgang. Im besten Fall passiert dies zwischen 4.00 – 5.30 Uhr, zur Vata-Zeit. Noch bevor man aufsteht, ruft man auf, was man an jenem Tag machen möchte und besinnt sich auf das Hier und Jetzt. Der Tag wird dann mit einem warmen Glas Wasser begonnen, um die Verdauung anzuregen. Es folgen die Nasenspülung, das Öl-ziehen, das Zungenschaben und Zähneputzen. Noch vor dem Frühstück soll der Toilettengang folgen. Einige Male die Woche wird eine Selbstmassage empfohlen, die mit Hilfe von Öl praktiziert wird. Dabei wird der ganze Kopf und Körper mit Öl massiert, welches dann einige Minuten in die Haut einziehen soll. Nach dem Duschen werden für die Beweglichkeit und Körperkraft einige Übungen praktiziert. Dies können zum Beispiel ein kurzer Spaziergang oder einige Übungen aus dem Yoga, zum Beispiel die 5-Tibeter, der Sonnengruss sein. Ein Frühstück krönt die morgendliche Routine.

Und in der TCM krönt das warme Frühstück das Aufstehen, das Wecken des Qi mit Qi Gong oder Tai Chi…

Für mich gilt: jedem das Seine. Jeder hat einen anderen Rhythmus, den zu berücksichtigen ich sehr wichtig finde, denn wer lernt, gut auf sich zu hören, sich gut zu schauen und sich ernst zu nehmen, der tut seiner Gesundheit das Beste, was er kann!

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