Linkes Ohr abknicken vor dem Abbiegen – ein Führerschein für Hunde?

(Newsletter Martin Rütter) In der heutigen Zeit nehmen wir Hundemenschen unsere Hunde als Begleiter fast überall mit hin. In die Stadt, ins Café, ins Restaurant, in den Wald, in Parks und auch zum Sport, zum Joggen oder Fahrradfahren. An all diesen Orten treffen wir andere Menschen, mit und ohne Hund. so entstehen Begegnungen, in denen Rücksichtnahme oberstes Gebot ist. Denn niemand möchte sich durch einen Hund belästigt fühlen und niemand darf durch einen Hund gefährdet werden.

Das Laufen des Hundes an lockerer Leine oder frei auf Signal nah neben seinem Halter, vermittelt anderen Menschen / Verkehrsteilnehmern nicht nur, dass der Mensch seinen Hund „unter Kontrolle“ hat, es ist auch ein Zeichen für gegenseitigen Respekt. Übungen wie bspw. die Impulskontrolle, das Abrufen aus dem Freilauf oder das Einüben eines Abbruchsignals führen dazu, dass der Hund keine anderen Menschen / Verkehrsteilnehmer gefährdet oder belästigt und fördert ein harmonisches und wertschätzendes Miteinander.

Um die vollumfängliche Verantwortung für seinen Vierbeiner übernehmen zu können, gehört ein Grundwissen zu Themen wie Verhalten, Kommunikation, aber auch Gesundheit dazu. Jeder Mensch sollte sich also mit dem Tier, mit dem er sein Leben teilt, auskennen. Der Hund kann ja nicht sagen, ob er krank ist oder nur müde vom Toben. Um einschätzen zu können, ob die Fahrt zum Tierarzt notwendig ist (und ob ich mir unnötige Kosten sparen kann), sind Grundkenntnisse wie z. B. über die Körpertemperatur wichtig. Es wird ja kein Fachchinesisch abgefragt. Es geht um Grundlagen, die jeder Hundehalter kennen sollte, um optimal auf die Bedürfnisse seines Hundes eingehen zu können. Auch das ist eine Grundlage der artgerechten Haltung von Tieren. Der bestehende Frage- und Antwortkatalog erleichtert das Lernen und nicht alle Fragen sind so abstrakt, wie die nach der Körpertemperatur. Ab Herbst wird es zusätzlich das Buch zum DOGS Hundeführerschein geben, in dem das Wissen detailliert erläutert wird. 

Anmerkung von mir: Wir lesen und hören täglich von Hunden, die angeschafft werden, damit die Corona-Situation etwas Leichtigkeit erfährt, leider zu oft auf Kosten des Tieres. Ich bin täglich mit Menschen konfrontiert, welche sich absolut nicht auskennen, was ihr Hund braucht, weshalb er so oder so reagiert. Ich kann immer wieder auf die Bücher von Jan Fennell hinweisen, welche das Verhalten des Hundes gemäss seiner Natur erklärt.

und wenn jemand eine richtig gute Hundetrainerin sucht:

Hundeschule Namida Anja Niederberger
https://www.hundeschule-namida.com

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