Die gute Verdauung… Teil 2

…vom Mund aus geht der Nahrungsbrei nach unten. Die eingeschlagene Richtung ist von hier aus bis zum anderen Ende des Verdauungssystems sehr wichtig! Die Speiseröhre und der Magen pumpen nach unten und zwei „Ventile“ verhindern, dass der saure, brennende Mageninhalt sich staut und nach oben steigt: der Mageneingang (Kardia) und der Magenausgang (Pylorus). Beide sind Ringmuskeln und schließen normalerweise dicht ab und geben bei Bedarf den Weg frei.
Vor allem eine Störung des Eingangsventils, der Kardia kann sich bemerkbar machen. Das kann zu Reflux, Aufstoßen, Übelkeit, Erbrechen, Rülpsen und zu Sodbrennen führen. Bei erhöhtem Druck im Bauch staut sich der Mageninhalt, aber auch bei Trägheit des Darms, wenn es nach unten nicht weitergeht.
„Gegenläufigkeit“ nennt man es in der chinesischen Medizin, wenn der Fluss der Energie nicht seinen normalen Weg geht. Wenn das Essen oder auch üble Gase wieder nach oben kommen so kann dies verschiedene Gründe haben:
Zu viel oder schlecht verdauliches Essen
der Magen ist zu schwach
das Qi ist blockiert
Gerade Blockaden machen sich gleich im Oberbauch bemerkbar. die Leber sorgt überall im Menschen für den gleichmäßigen und richtigen Fluss der Energien. Ärger, Stress und Druck führen dazu, dass sich im erster Linie in dieser Region des Oberbauches nichts mehr ordnungsgemäß bewegt. Aus TCM Sicht sind es Störungen von Leber und Perikard, der Beschützer des Herzens, die Magen und Herz selber hemmen. Im Oberbauch bis hin zum Mund herrscht Stagnation. Als Konsequenz wird das Essen zur Qual. Letztlich kommt es dann zu einem immer größeren Erschöpfung der Nieren-Energie. Alles, was heruntergeschluckt wird, wird vom Magen zerlegt und für die weitere Verdauung vorbereitet. Aus Sicht der TCM geschieht dies gleichermaßen auf der körperlichen, materiellen wie auch auf der seelisch-geistigen Ebene. Er reguliert in jeder Hinsicht unsere Aufnahmefähigkeit und Auffassungsgabe. Der Begriff „Magen“ hat sprachlich etwas mit „mögen“ zu tun. Er ist also auch dafür zuständig, welche Eindrücke wir aufnehmen können und wollen. Wenn wir durch bestimmte Menschen, durch unangenehme Situationen oder schlechte geistige Kost überlastet sind und sie beim besten Willen nicht runterschlucken können, dann kann es auch körperlich „auf den Magen schlagen“ Der Magen ist die Vorzimmerdame, die zulässt, wer zum Chef darf oder nicht.
Aus Sicht der alten chinesischen Ärzte können sich Störungen der inneren Organe auch in den Leitbahnen bemerkbar machen. So geht die Magenleiterbahn vom Auge bis hinunter zum zweiten Zeh.
Der Magen und steht nicht alleine da, umgeben und beeinflusst wird er im Oberbauch von einigen anderen Organen.
Direkter Anschlusspartner ist der Dünndarm. Wenn es sich dort staut, setzt sich das bis zum Magen fort und umgekehrt. Magenprobleme wirken sich auf dem Darm aus.
Eine Überhitzung des Magns kann zu Verstopfung führen.
Eine Infektion für zu Durchfällen.

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