die gute Verdauung – 6. Teil

Der 1,5 m lange Dickdarm arbeitet völlig selbständig. Das Wort „Bauchgehirn“ wird oft verwendet und er hat auch ganz viel mit unserem Hirn im Kopf zu tun! Er wird durch das vegetative Nervensystem gelenkt. Der Nervus sympaticus, der ganz empfindlich auf Stress und Hektik reagiert, beeinflusst den Darm sehr sensibel, indem er die Darmtätigkeit bremst! Der Nervus vagus hingegen fürdert die Bewegung der Muskeln, der Peristaltik. Der Dickdarm ist der grosse Ausscheider, weil er nochmals alles aussortiert, was wir brauchen können, er resorbiert Wasser und behält die Mineralien. Die Hunderte von Billionen Bakterien stabilisieren das Immunsystem. Unsere wirkliche Abwehrkraft liegt im Darm! Er ist Ausscheider, Grenzwächter und Konzentrierer… Diese Funktionen hat er auch auf seelisch-geistiger Ebene. Er reguliert das Gleichgewicht zwischen Festhalten und Loslassen, was materiellen Besitz anbelangt oder persönliche Beziehungen. Mangelnde Flexibilität, fixierte Ideen, Zwänge, Süchte…gehören in die „Sparte“ Dickdarm. Der Stuhlgang kann uns sehr schnell bestätigen, wenn etwas nicht im Lot ist. Durchfall oder Verstopfung, fettiges Essen, zu viel Essen, Fastfood…

In der TCM gehört der Dickdarm und die Lunge zum Metallelement.

Ein guter Tipp zur Akupressur: Der Punkt Dickdarm 20 rechts und links der Nasenflügel löst verstopfte Nasen und hilft bei Problemen der Dickdarmleitbahn!
Bauchmassagen mag der Darm sehr! Massieren Sie um den Bauchnabel, indem Sie rechts an der Seite beginnen und im Uhrzeigersinn um den nabel kreisen. Der Druck darf durchaus etwas fester sein. Ihr Darm würde schnurren, wenn er könnte!

Schwer verdauliche Nahrungsmittel sollten Sie vor allem bei der Neigung zu Blähungen meiden. Z.B.Vollkornprodukte und Fette jeder Art. Grundsätzlich wird die Verdaulichkeit verbessert durch scharf-bittere Gewürze (Curcuma, Paprikapulver, Safran, Schafgarbe, Artischocke, Wermuth, Löwenzahn, Kümmel, Kardamom), oder natürlich einen Verdauungstee nach dem Essen. Der Enzianschnaps ist ein wunderbares Heilmittel (die Dosis macht das Gift). Ein Schluck im Munde gedreht und eingespeichelt entwickelt seine ganze Kraft zur guten Verdauung. Das Einspeicheln ist sehr wichtig!

Wie so häufig ist Bewegung ein Schlüssel zur Normalisierung der Körperfunktionen und auch des Geistes. Selbst beim Spazierengehen werden alle Muskeln miteinbezogen. Durch den Bauch geht ein grosser Muskel, der die Oberschenkel mit der Wirbelsäule verbindet. Beim Laufen „massiert“ dieser Muskel den Darm. Bewegung auch im Geiste. Lösen Sie sich von Fixierungen, Stress, Hektik und (Zeit)-druck, entspannen Sie sich mehrmals täglich bewusst, meditieren Sie und seien Sie glücklich!

Gefällt Ihnen dieser Blog? Dann erzählen Sie es bitte weiter!

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email