die gute Verdauung – 5. Teil

im linken Oberbauch, gegenüber von Leber und Gallenblase finden wir die Milz und hinter dem Magen die Bauchspeicheldrüse – Pankreas. Beide werden in der TCM als „Milz“ zusammengefasst und vertreten die Mitte, aus der die Energie verteilt wird. Der Milz wird die Verdauungsfunktion zugeschrieben, wobei es sich vor allem um die Verarbeitung von Fetten und Eiweissen dreht. Auf der seelisch-geistigen Ebene müssen wir mitunter auch schwere Kost verarbeiten. So kann man sich gut vorstellen, dass die Sorgen, das Grübeln, das Gedankenkreisen eine Sache der Milz sind und diese auch schädigen können. Die Milz braucht mentale Leerläufe, das Hingeben, Dösen und dass die „Langeweile“ wieder einen positiven Aspekt bekommt.

Inzwischen weiss man, dass das „Bauchgehirn“ tatsächlich existiert. Dieses enterische Nervensystem besteht aus vielen hundert Millionen Nervenzellen, welche die körperlichen Funktionen steuern und Stimmungen und Gefühle beeinflusst werden. Körperlich werden so unmerklich zentrale Funktionen gesteuert und den Bedürfnissen des Menschen angepasst, wie die Darmmodalitäten, der gastrointerale Blutfluss sowie die immunologischen Funktionen des Verdauungsapparates, was nur ein Teil dieses komplexen Systems ausmacht!

Die Milz mag leicht verdauliche Kost, in jeder Hinsicht, welche nicht zusätzlich Energie raubt. Alles, was schwer im Magen liegt, überlastet auch die Milz. Häufig sind diese beiden Organe, Magen und Milz, welche den Funktionskreis Erde ausmachen, geschwächt, vor allem, wenn eine innere Anspannung die Zirkulation des Qi blockiert. Leichte Kost für Körper und Geist! Sich am Essen freuen, geniessen, riechen, schauen, schmecken… Lesen, Fernsehen, Streiten, Grübeln blockiert die Verdauung!

Gemäss der Organuhr ist der Vormittag die Hochphase der Milz, in der sie ihre meiste Kraft hat. Deshalb heisst es auch, man soll frühstücken wie ein Kaiser. Die Milz kann ein sehr üppiges Frühstück, das bestenfalls warm, mindestens aber Raumtemperatur hat, sehr gut in Energie umwandeln, welche uns tagsüber zur Verfügung steht und uns nicht dazu veranlasst, aus der wertvollen Energiereserve abzapfen zu müssen. Die Milz mag es gern gemütlich. Sie liebt Wellnesswochenenden, Verwöhnprogramme, glückliche Auszeiten, Spaziergänge in der Natur, was immer jedem in jedem Moment zuträglich ist. Nicht alles ist immer gleich förderlich, weshalb es das AO ist, auf sein eigenes gutes Bauchgefühl zu hören. Was tut mir jetzt gut? Was brauche ich? Wie geht es mir nach dieser oder jener Aktivität, Mahlzeit, Entscheidung?

…ein Ausgleich, ein Gleichgewicht, eine gute Balance von Aktivität und Passivität sind beste Voraussetzungen für die Gesundheit. Pausen sind so wichtig!

In der Stubete biete ich einen gemütlichen Rahmen, genau richtig für die Milz… Wenn es der Mitte gut geht, ist alles in Harmonie! Dieses Thema ist meine Begeisterung! Diese zu teilen meine Berufung. Mit einem bekömmlichen Mittagessen beschliessen wir die Stubete…

www.orvil-fuer-mensch-und-tier.ch/seminare

Gefällt Ihnen dieser Blog? Dann erzählen Sie es bitte weiter!

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email