Arthrose aus Sicht der TCM

Kennzeichen der Arthrose ist die immer dünner werdende Knorpelschicht eines oder mehrerer Gelenke. Die Knorpelschicht ermöglicht einen reibungslosen Bewegungsablauf besonders bei plötzlichen und harten Bewegungen. Wenn sich der Knorpel bei fortschreitender Arthrose immer weiter und schließlich ganz auflöst, dann reiben die beiden Knochenenden „ungedämpft“ aneinander. Bewegungen werden immer eingeschränkter und letzten Endes nur noch unter Schmerzen möglich. Arthrose beginnt mit Steifheitsgefühlen und kann von Schwellungen und schmerzhaften Entzündungen im Gelenk begleitet werden. Arthrosen sind häufig am Knie- und Hüftgelenk lokalisiert. Sie können aber auch jedes andere Gelenk befallen.

Um einmal mehr möchte ich erwähnen, dass die TCM eine sehr komplexe Diagnostik kennt. Da ich die Ernährung bei allerlei Beschwerden aus Sicht der TCM beleuchte, muss die Thematik als Ganzes hier im Blogbeitrag vereinfacht werden. Grundsätzlich werden die Knochen dem Element Wasser zugeordnet und dem dazugehörigen Nierenmeridian. Die Niere bildet das Mark. Es ist die Substanz für Knochen, Gehirn und Nerven. Ein Nieren Yin Mangel (Substanzmangel) zeigt sich unter anderem durch eine Arthritis, Arthrose, Rückenschmerzen, Neuralgien und einiges mehr. Die Ernährung sollte dahingehend abgestimmt werden, dass die gestaute Flüssigkeit im Gelenk (Ödem) wieder zirkuliert und einem weiteren Abbau des Knorpels kein Vorschub geleistet wird: Mitte (Milz-Qi) stärken! Der Therapieansatz zielt somit langfristig darauf ab, die Leere (Nieren-Yin-Mangel) wieder aufzufüllen. Dies geschieht sehr behutsam, denn bis ein Yin-Mangel entsteht dauert es eine Weile, sodass das Auffüllen des Yin, der Substanz, sehr aufwändig ist. Die meisten chronischen Erkrankungen basieren auf einem nach und nach entstandenen Mangelsyndrom. Eines der wichtigsten Empfehlungen für Mangelerkrankte ist: „Sie sollten sich Zeit zum Essen nehmen, um die Mitte zu stärken“. Ziel ist es, das Milz-Qi in Schwung zu bringen. Und das Milz-Qi mag es leicht, bekömmlich und vor allem regelmäßig:

  • zwei bis drei Mal täglich warm essen
  • die Nahrungsmittel sollten saftig zubereitet werden: Eintöpfe, Suppen, Kompotte sind zu bevorzugen.
  • Grillen, Überbacken, scharf anbraten reduzieren.
  • sich Zeit zum genussvollen Essen nehmen (Essen vor dem Computer oder TV, beim lesen bitte der Milz zuliebe sein lassen…)

Eine gesunde Mitte zu haben, lohnt sich in jedem Fall, denn nicht umsonst bezeichnet man in der TCM das Erdelement (Milz/Magen) als die Mitte. Von dort werden auch alle anderen Funktionskreise, das heißt alle anderen Organsysteme, mit Qi (Lebenskraft) versorgt. Also die Mitte gesund zu erhalten oder gesund zu pflegen, hilft, auch viele andere Beschwerden mitzu“kurieren“. Generell, jedoch vermehrt mit zunehmendem Alter, sollte deshalb nach 18h keine Mahlzeiten mehr eingenommen werden und wenn, dann solche, die bekömmlich sind, wie Suppen, Eintöpfe, damit die Mitte das noch verarbeiten kann. Wir merken selber, dass wir mit den Jahren abends üppiges Essen immer schlechter vertragen. Es lohnt sich wirklich, sich zumindest einmal für 3 Wochen an klare Strukturen zu halten, welche die Verdauung (Magen/Milz) unterstützen und wenn man erkennen kann, wieviel Gutes man sich damit tut, werden sich vielleicht die einen oder anderen Gewohnheiten verändern.

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Individuelle Fragen beantworte ich sehr gerne per Mail:
info@orvil-fuer-mensch-und-tier.ch

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